EinTritt - Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Im Mai 2010 startete die Kampagne "EinTritt - Die Würde des Menschen ist unantastbar!" in Trier. Primäres Ziel ist die direkte Hilfe für obdachlose Menschen, sich wieder in die Gesellschaft eingliedern zu können. Sekundäres Ziel ist einen Beweis dafür zu erbringen, dass es möglich ist, unsere aus dem sozialen Netz gefallenen Mitbürgerinnen und Mitbürger wieder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen - wenn der nötige Wille dazu da ist.

Wir möchten hiermit ausdrücklich denen widersprechen, die behaupten: "Das sind gescheiterte Existenzen." Wir sind der Meinung: Es gibt keine gescheiterten Existenzen! Es gibt nur gescheiterte Bemühungen.
Und deshalb sind wir nach unserer Verfassung* gesellschaftlich wie politisch verpflichtet, die Probleme der sozialen Not offensiv anzugehen.

Die Kampagne "EinTritt" mobilisiert obdachlose Menschen zur Integration und zur Selbsthilfe, während sie gleichzeitig die Obdachlosen-Lobby übernimmt, um vorerst landesweit die dringendsten Probleme der Straße auf die Tagesordnung der politischen Gremien zu bringen.


"EinTritt - die Würde des Menschen..." wurde unterstützt vom "Aktion Mensch" -Projekt "Die Gesellschafter".
Weiterhin arbeitet "EinTritt" im Arbeitkreis Obdachlose der Stadt Trier, insbesonders mit der Obdachlosenhilfe "Streetwork" Trier e.V., dem "Barmherzige Brüder" e.V., dem Obdachlosenasyl "Benedikt-Labre-Haus" der Caritas Trier, der Suchtberatung "Die Tür" und nicht zuletzt mit der "Stationären Vorsorgeeinrichtung Abstinente Unterbringung" in Vielbach (Westerwald).


*Artikel 1 des Grundgesetzes unseres Rechtsstaates:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.


(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.


Diese Kampagne wird unterstützt von der Deutschen Behindertenhilfe-"Aktion Mensch" e.V.Diese Kampagne wird unterstützt von "dieGesellschafter.de" - eine Initative der "Aktion Mensch".


Die Reso-Station

EinTritt: Donnerstag, den 08. September 2011. Seit November 2010 betreibt EinTritt im Trierer Stadtzentrum eine Obdachlosen-Wohngemeinschaft für drei Personen mit offener Teestube und einer kleinen Werkstatt. Sinn der Resozialisierungs-Station ist es, ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen zu schaffen, die jahre- oder jahrzehntelang auf der Straße lebten und den Mut fassten, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen.

Das Leben auf der Straße ist entbehrungsreich und das eigene Sozialverhalten leidet oft stark darunter. Selbstverständlichkeiten wie z.B. Privatsphäre, Mülltrennung, Waschräume oder die Verwendung von Elektrikgeräten sind da nicht nur nebensächlich, sondern oft auch unmöglich. Vieles muss wieder erlernt werden.

Um für diesen Prozess der Resozialisierung das geeignete Ambiente zu bieten, zog EinTritt in einer ehemaligen Scheune nähe Dom und Basilika ein. Die frühere Köhlerei und später als Studenten-Wohngemeinschaft genutzte Scheune stand seit acht Jahren leer und war dementsprechend renovierungsbedürftig. Genau das Richtige für EinTritt!

Die Renovierungsarbeiten wurden von Ehrenamtlichen und Klienten durchgeführt und werden sich bis zum Auszug erstrecken. Strom, Licht und Heizmöglichkeiten wurden geschaffen, eine Dusche, Toilette und Waschmöglichkeiten installiert sowie das Gebäude isoliert.

Auch wenn es für manch einen Ehrenamtlichen immer noch eher als Abenteuercamp in Frage käme, wurde das Angebot von unseren Klienten dankbar angenommen. In der Teeküche werden soziale Kontakte zwischen Ehrenamtlichen, Gästen und Bewohnern  geplfegt. Gemeinsame Freizeitgestaltung, wie Fußball- und Computerspielen oder Filmegucken helfen den Kopf frei von Probleme zu bekommen. Für einander zu kochen und gemeinsam zu speisen, stärkt genauso den Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl wie Gemeinschaftsarbeiten rund ums Haus.

Gäste beim KaffeetischInzwischen hatte das Projekt-Haus schon neun Bewohner, wovon bisher vier Klienten Arbeit fanden, fast allen das soziale Umfeld gestärkt werden konnte und drei wieder ganz im Leben stehen. Neben den Bewohnern nutzen obdachlose Gäste die Station zum Waschen, Kochen und hauptsächlich für zwischenmenschliche Kontakte. Nicht alle Klienten bedürfen des Angebots oder sind bereit dafür, wegen dem herrschenden Alkoholverbot, und deshalb betreut EinTritt auch Fälle außerhalb der Scheune.

Vielen herzlichen Dank!

An dieser Stelle wollen wir uns recht herzlich bei allen UnterstützerInnen, SpenderInnen und Stiftungen bedanken, die uns dabei halfen und helfen, obdachlosen Menschen wieder eine Chance auf ein menschenwürdiges Dasein zu gewähren.

Ohne Ihre Unterstützung wären unsere besten Konzepte und Ideen ohne Ergebnis.

Wenn Sie eine Spendenquittung für das Finanzamt benötigen, dann geben Sie bitte auf Ihrer Überweisung oder Bareinzahlung Ihre Anschrift an und wir senden Ihnen gerne unaufgefordert einen Beleg zu.

Alle Spenden an Trier bewegt e.V. sind steuerlich absetzbar.

1. Jahresbericht: Mai 2010 bis Mai 2011


EinTritt: (Pressemitteilung) Dienstag, den 31. Mai 2011. Seit einem Jahr arbeitet die Trierer Initiative „EinTritt“ zur Wiedereingliederung obdachloser Menschen. Heute wird der aktuelle Jahresbericht an das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales und dem Trierer Dezernat für Soziales übergeben. Das siebenköpfige, ehrenamtliche Team habe bisher vierzehn Menschen geholfen. Drei davon hätten das Ziel inzwischen erreicht: Suchtfreiheit, Wohnung, Arbeit und ein stabiles soziales Umfeld. Für das kommende Jahr rechne „EinTritt“ mit einer erhöhten Erfolgsquote.

Projektleiter Michael-Ron Stallwood erzählt: „Unsere Erfahrungen zeigten, dass  die Chance auf ein ‚normales‘ Leben angenommen wird. Da wir als Ehrenamtliche aber schnell an unsere Grenzen stoßen, ist es für manche unserer Klienten immer noch zu schwer.“ Die meisten Probleme, so Stallwood, ergäben sich bei der Arbeit mit Behörden. Überspitzte Bürokratie und ein spürbarer Sparzwang erschwere, laut Stallwood, die Re-Integration immens.

Um diese Probleme zu umgehen, nehme die gemeinnützige Initiative am Arbeitskreis Obdachlose der Stadt Trier teil. Deren Aufgabe ist es, im Netzwerk alle Einzelfälle zu bearbeiten. Dazu beteiligen sich fast alle amtlichen und privaten Institutionen in Trier, die sich mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinandersetzen, am Arbeitskreis.

Doch nicht nur das oft angegriffene eigene Durchhaltevermögen und bürokratische Hürden beschwere das Klientel von „EinTritt“, auch der Mangel an Arbeit und günstigem Wohnraum trage zur Obdach- und Wohnungslosigkeit in Trier bei, so Stallwood. Deshalb überreichte die Kampagne am 17. August letzten Jahres ein politisches Positionspapier an das Landesministerium für Soziales, in dem zu diesen Themen Stellung genommen wird. Am 26. August letzten Jahres machte „EinTritt“ außerdem mit einer Kletteraktion in der Feyener Kaserne darauf aufmerksam. Aktivisten hissten auf dem Dach eines leerstehenden Gebäudes ein Banner und forderten günstigen Wohnraum.

Überzeugungsarbeit: Lobby für die Straße

Am 31. Mai sprachen die "Trier bewegt"-Mitarbeiter Tobias Berg und Michael-Ron Stallwood mit Malu Dreyer, der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales. Sie stellten die Kampagne "EinTritt" offiziell vor und schilderten die Situation der Obdachlosigkeit aus Sicht von "Trier bewegt". Erfreut über die bisher erzielten Erfolge lud Ministerin Dreyer den Projektleiter Stallwood ins Ministerium nach Mainz ein.
In der Abteilung für Soziale Sicherheit und Armutsbekämpfung möchte Stallwood am 17. August mit dem zuständigen Stab des Ministeriums die Problembewältigung der Resozialisierung  / Rehabilitierung von obdachlosen Menschen besprechen.

Gerade in Zeiten, in denen wegen horrenden Staatsverschuldungen ein schmerzhafter Sozialabbau stattfindet, dürfen die Fundamente der Demokratie nicht vergessen werden und eines davon sind die Menschenrechte.
"Ein menschgemachtes System soll sich am Menschen orientieren und sich den menschlichen Bedürfnissen anpassen," erklärt Stallwood das geforderte Prinzip von "Trier bewegt". Hierbei ist für "Trier bewegt" wichtig unter anderem die Rolle der Bürokratie zu diskutieren. "Wenn eine überfrachtete Bürokratie statt zu helfen die Hilfesuchenden behindert, kann das nicht im Sinne unserer Gesellschaft sein", so Stallwood. 

Trotz der genannten Streitpunkte möchte das EinTritt-Team von "Trier bewegt" hier nochmal betonen: "Obdachlosigkeit ist für uns keine Frage der Schuld, es ist eine Frage der Menschenwürde und der Machbarkeit dieses Problem zu bewältigen."

„EinTritt“ überreicht Positionspapier

Sozial isoliert. © J. Dieckmann / Trier bewegt e.V. EinTritt: (Presseerklärung) MAINZ/TRIER. Dienstag, den 17.08.2010. Heute morgen überreichte die Kampagne „EinTritt - Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ (kurz EinTritt) ein Positionspapier zur Obdachlosen-Situation an das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales in Mainz. In dem Dokument der Streetworker stellt die Trierer Initiative bürokratische Hürden und andere Probleme der Reintegration obdachloser Menschen dar. Außerdem fordert „EinTritt“ in seinem Schreiben eine offensive Problembehandlung der größer werdenden Armut – insbesondere der Wohnungs- und Obdachlosigkeit.
Kampagnenleiter Michael-Ron Stallwood wurde von Sozialministerin Malu Dreyer zur Vorstellung der Kampagne ins Ministerium eingeladen.


Michael-Ron Stallwood erklärt: „Mit einer Streetwork-Aktion von EinTritt beweisen wir, dass es möglich ist, die Menschen von der Straße zu holen.“ Doch dies sei eigentlich nicht die Aufgabe einer privaten Initiative sondern die des Staates, erzählt Stallwood. Denn der Staat sei durch die Verfassung dazu verpflichtet die Menschenwürde auch derer zu schützen, die aus dem sozialen Netz gefallen sind.


In dem vierseitigen Positionspapier, das „EinTritt“ der Abteilung für Soziale Sicherung und Armutsbekämpfung präsentierte, werden die Punkte „Begrifflichkeit: Soziale Behinderung“, Krankenversicherung, ARGE und Suchttherapie angesprochen. Weiterhin geht „EinTritt“ auf das Thema Bürokratie ein und fordert, dass „der unnötige Verwaltungsaufwand ... zugunsten von Menschenfreundlichkeit abgebaut werden“ müsse.


„Uns ist wichtig, dass sich alle Behörden und Ämter an die Bedürfnisse der Menschen anpassen, ganz besonders an die der sozial Schwachen“, erklärt der Stallwood. Das dies nicht so ist, will „EinTritt“ mit dem Beispiel „Hartz-IV-Antrag bei der ARGE“ beweisen. Die zu bewältigende Menge an Formalitäten sei unnötig viel und die entstehenden Verwaltungskosten seien besser in sinnvollere Maßnahmen investiert, so Stallwood. Weiterhin gibt er zu bedenken: „Obdachlosigkeit ist ein lösbares Problem und deswegen fordern wir eine offensive Problembehandlung mit der Zielsetzung zur Reintegration Obdachloser.“


Die Kampagne „EinTritt: Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ ist eine Initiative von „Trier bewegt“ e.V. Unter dem Motto des Artikels 1 des Grundgesetzes* startete sie im Mai 2010 und setzte sich zum Ziel, die politische wie gesellschaftliche Situation der obdachlosen Menschen zu verbessern und wo es möglich ist, die Obdachlosigkeit zu beenden. Auf der Vereins-Internetseite www.trierbewegt.de dokumentiert „EinTritt“ das Hauptprojekt der Kampagne: die direkte Reintegration obdachloser Menschen in Trier.


Mehr unter www.trierbewegt.de/eintritt.



*Artikel 1 des Grundgesetzes unseres Rechtsstaates:


(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.


(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht

Gespräch mit Bürgermeisterin Birk

EinTritt: Donnerstag, den 19.08.2010. Heute sprachen die "Trier bewegt"-Mitarbeiter Jenny Wolf und Michael-Ron Stallwood im AK-Soziales der Bündnis 90/Die Grünen aus Trier vor. Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Angelika Birk nahm ebenfalls an dem Treffen teil; so auch die Trierer Caritasdirektorin Sandra Bartmann.

Die Lobby von "EinTritt" präsentierte das Erfolgskonzept sowie das Positionspapier der Kampagne. Das Thema Obdachlosigkeit wurde ausführlich, aber nicht abschließend diskutiert. "EinTritt" wurde eingeladen sich am Arbeitskreis Obdachlosigkeit der Stadt Trier zu beteiligen. Die Kampagne möchte das Angebot annehmen und sich dem AK anschließen. Das Positionspapier wurde teilweise begrüßt.

Positionspapier vom 17.08.2010

-> Positionspapier-17-08-2010

Aktion: Leerstand vs. obdachlos!?

EinTritt-Aktivisten beim Anbringen des Banners. © J. Dieckmann / Trier bewegt e.V.EinTritt: (Pressemitteilung) Trier. Donnerstag, den 26.08.2010. Heute Abend hingen fünf „EinTritt“-Aktivisten in einer Kletteraktion ein Banner an ein leerstehendes Gebäude in Trier-Feyen. Mit dem Schriftzug: „Leerstand vs. obdachlos?!“ will die Obdachlosen-Initiative von „Trier bewegt“ darauf aufmerksam machen, dass trotz kritische Wohnraumsituation potentieller Wohnraum verschlossen bleibt. Dazu zählen, laut EinTritt, unter anderem die Konversionsflächen in Trier-Feyen, Trier-West und im Burgunderviertel/Petrisberg. Selbst in der Innenstadt, Zuckerbergstraße, stehe ein leeres Wohnhaus der Kommune, in dessen Hof obdachlose Menschen campieren, weil diese keine Wohnung finden.


„Welch Ironie. Obwohl bekannt ist, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (kurz BIMA) und die Stadt Trier potentiellen Wohnraum verfallen lassen“, protestiert EinTritt-Aktivistin Jenny Wolf. Weiter sagt Wolf: „Gerade in Trier besteht durch die Nähe zu Luxemburg und durch die Universität ein dringender Bedarf an Wohnungen. Es kann es nicht sein, dass jährlich vor Semesterbeginn mehr Trierer Einwohner auf der Straße landen, weil die Brisanz der Situation nicht ernst genug genommen wird.“


Der Aktion geht eine Presseveröffentlichung der Caritas Trier voraus, welche die jährlich steigenden Zahlen an wohnungslosen Menschen in Trier belegen. Ursache seien, laut „EinTritt“, investitionsstarke Luxemburger, die viele Immobilien aufkaufen und teuer vermieten, sowie der jährliche Ansturm an neuen Studenten. „In der Kaserne in Trier-Feyen wurde potentieller Wohnraum für Hunderte von Menschen verkommen gelassen, anstatt die leeren Wohngebäude einer sinnvollen Nutzung freizugeben“, erklärt Wolf. Weiterhin sagt Wolf: „Auch in Trier-West gibt es Konversionsflächen die leer stehen, genauso wie im Burgunderviertel.“ Es gäbe zwar Pläne der Stadt, in Feyen in zehn Jahren eine Wohnsiedlung entstehen zu lassen, doch was Trier bräuchte, wären kurzfristig Wohnungen für untere Einkommensklassen, so die Aktivistin. Weil sich durch die steigende Anzahl der Studenten die Situation mehr und mehr zuspitze, fordere EinTritt: „Gebt den potentiellen Wohnraum für Einkommensschwache jetzt frei!“


Auf dem Dach. © J. Dieckmann / Trier bewegt e.V.Ein besonders trauriges Bild biete das kommunale Wohnhaus in der Zuckerbergstraße. „Im Hinterhof des leerstehenden Hauses campieren obdachlose Menschen, weil sie keine Wohnung finden“, erzählt Wolf. „Diese Menschen leiden gerade in diesem Moment Not und bis nächstes Jahr kommen bestimmt wieder mehr Obdachlose dazu“, so Wolf.


Elite vs. Einwohner?!
Zu dem Verhältnis zwischen Universität und Stadt kommentiert Kampagnenleiter Michael-Ron Stallwood: „Laut Caritas werden immer mehr 18-30 Jährige wohnungslos. Diese haben die gleichen Ansprüche an Wohnungen wie Studenten – nämlich Singlewohnungen und Appartements. Gegen die elitäre Konkurrenz haben viele Trierer kaum eine Chance. Deshalb bedarf es nicht nur mehr studentischen Wohnraums, sondern auch angemessene Wohnungen für die jungen Erwachsenen dieser Stadt – und zwar jetzt!“

Netzwerkarbeit: Stark im Team

EinTritt: Samstag, den 11. September 2010. EinTritt kam am 07. September dem Wunsch der Landesregierung und der Trierer Bürgermeisterin Angelika Birk nach und schloss sich dem Arbeitskreis (AK) Obdachlose Trier an. Im AK sind fast alle Trierer privaten und amtlichen Institutionen vertreten, die zur Thematik arbeiten. "Im Verbund soll sich die Reintegration obdachloser Menschen leichter und schneller gestalten", so Kampagnenleiter Michael-Ron Stallwood.

Den ersten Beweis für eine funktionierende Zusammenarbeit erbrachten heute Raimund Ackermann vom "Streetwork" Trier e.V. und EinTritt. Nachdem EinTritt einem etwa 50-jährigen Obdachlosen bei der Arbeitssuche erfolgreich helfen konnte, hatte Raimund Ackermann bei der Vermittlung einer geeigneten Wohnung geholfen. Nachdem der obdachlose Mann erst seinen Job, dann die Freundin und mit ihr die Wohnung verlor, lebte er mehrere Monate auf der Straße. Nächste Woche kann er die neue Wohnung beziehen und diesen Abschnitt seines Lebens glücklich abschließen.

Das kam nicht zu knapp, sagt das EinTritt-Team. Die Gefahr in einer solchen Situation die Hoffnung zu verlieren und eventuell alkoholkrank zu werden ist groß. Mit zunehmenden Alkoholismus verliert ein Mensch zunehmend die Fähigkeit sein Leben zu regeln und landet möglicherweise im Elend.

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