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Die Reso-Station

EinTritt: Donnerstag, den 08. September 2011. Seit November 2010 betreibt EinTritt im Trierer Stadtzentrum eine Obdachlosen-Wohngemeinschaft für drei Personen mit offener Teestube und einer kleinen Werkstatt. Sinn der Resozialisierungs-Station ist es, ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen zu schaffen, die jahre- oder jahrzehntelang auf der Straße lebten und den Mut fassten, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen.

Das Leben auf der Straße ist entbehrungsreich und das eigene Sozialverhalten leidet oft stark darunter. Selbstverständlichkeiten wie z.B. Privatsphäre, Mülltrennung, Waschräume oder die Verwendung von Elektrikgeräten sind da nicht nur nebensächlich, sondern oft auch unmöglich. Vieles muss wieder erlernt werden.

Um für diesen Prozess der Resozialisierung das geeignete Ambiente zu bieten, zog EinTritt in einer ehemaligen Scheune nähe Dom und Basilika ein. Die frühere Köhlerei und später als Studenten-Wohngemeinschaft genutzte Scheune stand seit acht Jahren leer und war dementsprechend renovierungsbedürftig. Genau das Richtige für EinTritt!

Die Renovierungsarbeiten wurden von Ehrenamtlichen und Klienten durchgeführt und werden sich bis zum Auszug erstrecken. Strom, Licht und Heizmöglichkeiten wurden geschaffen, eine Dusche, Toilette und Waschmöglichkeiten installiert sowie das Gebäude isoliert.

Auch wenn es für manch einen Ehrenamtlichen immer noch eher als Abenteuercamp in Frage käme, wurde das Angebot von unseren Klienten dankbar angenommen. In der Teeküche werden soziale Kontakte zwischen Ehrenamtlichen, Gästen und Bewohnern  geplfegt. Gemeinsame Freizeitgestaltung, wie Fußball- und Computerspielen oder Filmegucken helfen den Kopf frei von Probleme zu bekommen. Für einander zu kochen und gemeinsam zu speisen, stärkt genauso den Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl wie Gemeinschaftsarbeiten rund ums Haus.

Gäste beim KaffeetischInzwischen hatte das Projekt-Haus schon neun Bewohner, wovon bisher vier Klienten Arbeit fanden, fast allen das soziale Umfeld gestärkt werden konnte und drei wieder ganz im Leben stehen. Neben den Bewohnern nutzen obdachlose Gäste die Station zum Waschen, Kochen und hauptsächlich für zwischenmenschliche Kontakte. Nicht alle Klienten bedürfen des Angebots oder sind bereit dafür, wegen dem herrschenden Alkoholverbot, und deshalb betreut EinTritt auch Fälle außerhalb der Scheune.